Ich finde es ziemlich anstrengend, mich am Wettbewerb “wer macht den abenteuerlichsten / sportlichsten / ausgefallensten Urlaub” zu beteiligen.
Es gibt ja Menschen die erholen sich, wenn sie einen 5000er besteigen, mit dem Fahrrad über die Alpen fahren oder mit einer Nußschale über den Atlantik.
Sport und allzu große Anstrengungen sind ja eh nicht so sehr mein Ding. Und wenn ich Urlaub habe, dann möchte ich mich vor allem: erholen! Und das kann ich nicht schwitzend und von Muskelkater gequält.
Für mich gehört zum Urlaub vor allem Sonne, Meer, Strand, Bücher, Musik, leckeres Essen, noch mehr Meer … ich bin also eigentlich ziemlich leicht zufrieden zu stellen.
Wenn man das aber vor den Abenteurern und Sportfreaks zugibt, erntet man vor allem eins: mitleidige Blicke die einem zu verstehen geben, das man langweilig ist und gar nicht weiß was man alles verpasst. Und überhaupt!
Das ist dann der Punkt an dem ich anfange mich ein bisschen zu ärgern. Während ich mir nämlich geduldig all die spannenden Stories durchaus interessiert anhöre und (meistens) auch wirklich beeindruckend finde, hat man als Normalo-Urlauber ja eh nichts zu berichten. Denn was kann an einem Strand schon großartig passieren? Ist doch eh total öde und eintönig.
Dann setze ich einfach meinen perfektionierten ”ich diskutiere jetzt gar nicht darüber, denn ich weiß es besser” Blick auf und freu mich auf warmen, weichen Sand unter meinen Füßen und die Pina Colada unter einer Palme. Und schon ist die Welt wieder in Ordnung.
Da gehöre ich dann wohl zu den sportlichen Typen
Wobei ein wenig Strandurlaub auch ganz angenehm sein kann: Hai-Tauchen, Tsunami-Wellenreiten oder Speedboat-Fahren…